• „Host-Unix-Migration“

Auftraggeber: Bürgel Wirtschaftsinformationen, Hamburg
Die Aufgabenstellung
Das Unternehmen Bürgel Wirtschaftsinformationen hat sein bisher Mainframe-basiertes System komplett auf ein Intel-basiertes SAN-System (Storage Area Network) unter Linux umgestellt.

Das Neue daran: Die Gesamtumstellung erfolgte in einem einzigen Prozess.
Der Projektauftrag
Fünf Hauptziele wurden definiert: (1) Produktionssicherheit mit redundanten Systemen, (2) freie Skalierbarkeit ohne sprungfixe Kosten, (3) geringere Grund- und Betriebskosten, (4) über TCP/IP und XML flexible Remote-Anbindung zu Kunden und (5) Verfügbarkeit von 24 Stunden an 7 Tagen.
Die Lösung
Die Mainframe-Linux-Migration hat sich aus Sicht von Bürgel technisch, wirtschaftlich und für die Wettbewerbsfähigkeit klar gelohnt.

Wichtige Teilprojekte für die Mainframe-Linux-Migration:
  • Online-Anwendungen: Transaktions-Monitor IMS DC wurde durch selbst entwickelte TRX-Engine ersetzt; in VAGen geschriebene Programme wurden nach Java portiert
  • Batch-Anwendungen: JCL wird durch selbst entwickelten JCL-Interpreter J2U ausgeführt
  • Back-Office-Anwendungen: Host-DB2 wurde durch DB2 für LUW ersetzt; Backup- und Migrationssoftware CA Sams:Disk wurde ersetzt durch Tivoli Storage Manager TSM
  • Entwicklungsumgebung: Host-Entwicklungsumgebung wurde ersetzt durch Software-Entwicklungsumgebung (SEU), die auf Shareware und Open Source aufsetzt
Der Nutzen für den Anwender
Kosten gesenkt: Die Kosten für Hardware und Software konnten deutlich gesenkt werden. Die IT-Systeme sind frei skalierbar, wo vorher bei dem Mainframe sprungfixe Kosten drohten. Insbesondere die bei Mainframes hohen Kosten für Software-Lizenzen wurden durch Einsatz von Open Source Software für Linux reduziert.

System ist performanter: Im Vergleich zum Mainframe ist das Linux-geclusterte SAN-System um den Faktor zwei performanter. Die Antwortzeiten und die Laufzeiten der Programme im Batch sind für den Anwender spürbar verbessert.

Neue Anwendungen: Die frühere 3270-Dialoganwendung wurde gegen neue Web-basierte Java-Anwendungen ersetzt.

Verfügbar und ausfallsicher: Die Ausfallsicherheit ist durch die redundante Auslegung mit zwei parallelen Datenbankrechnern und permanent gespiegelten Datenbanken optimal gewährleistet – bei einer Verfügbarkeit von 24 Stunden an 7 Tagen.
Der Anwender
BÜRGEL ist einer der größten Anbieter für Risikomanagement in Deutschland und eines der führenden europäischen Unternehmen für professionelles Kreditmanagement.
Das Fazit
Achim Siebertz, Bereichsleiter EDV bei Bürgel: „Um das Projekt erfolgreich stemmen zu können, haben wir von Anfang an ITGAIN mit ins Projektteam geholt. Eine gute Wahl, denn wir brauchten als Ergänzung zu unseren eigenen Mitarbeitern ein Team von Spezialisten für diverse Aufgaben.“